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More than meets the eye!

Mädchen spielten damals wie heute (sorry für dieses Klischee) mit Puppen, sinnlosen, kleinen Pony-Figuren, frisierten deren Mähne oder verbrachten viel Zeit damit, noch sinnloseren Boybands hinterher zu kreischen. LANGWEILIG! Jungs brauchen Action und jeder hatte schon immer seinen Favoriten. Ob nun Star Wars, He-Man oder, für die zart besaiteten, dann doch Playmobil. Wer von uns hat nicht große Schlachten an der Seite seiner geliebten Actionhelden geführt? Neben all der Plastikfiguren waren es bei mir persönlich aber vor allem die Transformers, die ich ins Herz geschlossen hatte. Jeden Morgen vor der Schule noch eine Folge bei der DJ Cat-Show (Kennt das noch jemand?) gezischt und dann ab in die Penne. Das waren noch Zeiten. Optimus Prime, Megatron, Jazz und wie sie alle hießen…

Und ja, meine Sammlung war beachtlich und ich verballerte den Hauptteil meines Taschengeldes in meine Lieblinge aus Metall. Wer hätte gedacht, dass die Transformers nach gut 20 Jahren noch einmal eine Frischzellenkur unterzogen bekämen und ihren Weg auf Celluloid bahnen? Na schön, der Film ist zwar Müll, aber trotzdem möchte ich euch aus diesem Grunde auch noch mal das uralte C64-Spiel „The Transformers“ näher vorstellen, welches mich als kleinen Racker verdammt viele Nerven gekostet hat.

The Transformers ist grundsätzlich ein Plattform-Shooter, welcher im Jahre 1985 über Ocean Software für den C64 und den Sinclair Spectrum erschien. Ziel des Spiels ist es, in der Rolle der Autobots (Für die Banausen unter euch: Das waren die Guten!) auf Cybertron, dem Heimatplaneten der Transformers, nach Energon Cubes, ihrer kostbarsten Energiequelle, zu suchen und in einer Box zu vereinen, um das nächste Level zu erreichen. Die Decepticons (die Bösen) lechzen natürlich auch danach und so muss man sich neben dem teuflisch schweren Gameplay auch mit diesen herumschlagen.

Während des Spiels könnt ihr die Rolle von fünf Autobots übernehmen: Optimus Prime, Jazz (Mein damaliger Lieblings-Autobot wird im Film als einziger Autobot einfach kaputt gerissen!!! Wat is nur passiert?!), Hound, Mirage und Bumblebee, den ich, nebenbei bemerkt, schon immer gehasst habe. Auch ein Grund, warum ich den neuen Film so grauenhaft finde. Man kann zwar jederzeit zwischen den einzelnen Bots hin- und herschalten, allerdings solltet ihr immer darauf Acht geben, dass ihr vorher einen sicheren Unterschlupf für sie findet, da sie sonst schneller das Zeitliche segnen, als ihr es euch vorstellen könnt. Dafür findet ihr in jedem Level einige Kammern, in denen ihr euch ausruhen könnt. Alle Transformers können Schießen, Rennen, Fliegen oder sich in einen Wagen verwandeln, um schneller von A nach B zu kommen. Wie es sich gehört, haben die Autobots auch verschiedene Eigenschaften, die sich in Schild, Feuerkraft und Stärke unterteilten. Schilde sind sozusagen eure Lebensenergie. Jedes Mal wenn ich euch ein Decepticon berührt, wird euch Schildenergie abgezogen. Feuerkraft ist wiederum die noch verfügbare Munition eurer Laserkanonen. Die Stärke ist aber wohl die sinnloseste aller drei Eigenschaften. Sie nimmt permanent ab, sobald ihr die Kontrolle über einen Transformer übernommen habt. Das kommt so rüber, als ob die sonst so mächtigen Roboter keine frische Luft vertragen würden. Sowieso scheinen sie in dem C64-Ableger allesamt aus Glas zu bestehen. Warum? Wüsste ich auch gern, aber sie sterben wie die Fliegen!

Ich glaube, mit diesem Spiel habe ich erste, richtige Erfahrungen mit purem Hass gesammelt. Es war so was von bockschwer und vor allem unfair, dass jeder normale Mensch es sofort wieder ausgemacht hätte. Aber es waren die TRANSFORMERS (!!!), also musste ich weiterspielen. Ein Beispiel? Ihr fliegt mit Optimus, dem mächtigsten aller Autobots, nach oben und stoßt euch die Birne an einer Plattform – Tot! Ihr transformiert euch und fahrt vor ein Hindernis – Tod! Ihr wollt auf einer Schrägen landen – Tot! Ihr fallt von einer Plattform einen halben Meter – Ihr seid TOT!!! Wie konnten die Entwickler mir das nur antun?! Schlimmer noch: Die Stärke-Anzeige sinkt so schnell, dass es manchmal gar nicht mehr möglich ist, eine rettende Energiekammer zu finden. Zack – Tot! Es scheint fast schon, als ob die Autobots einfach keine Lust auf ein solches Spiel haben und lieber aus purer Sinnlosigkeit platzen.

Das Sahnehäubchen der Unfairness zeigt sich, wenn man als Auto fährt und der Bildschirm erst dann mitscrollt, wenn man fast aus ihm herausfährt. Deshalb kann man nicht vorausschauend fahren, sondern muss ständig bremsen, weil man das Ende der Plattform ja nicht sehen kann. AAARGH!

Wer sich von euch also mal richtig im Hass verlieren will, sollte dieses Spiel unbedingt mal ausprobieren. Eine geniale Methode, die Selbstbeherrschung zu wahren. Hier habt ihr noch ein Video, wie das Ganze in Bewegung aussieht!

http://www.youtube.com/watch?v=TtfYubrDO_s
Napisano 09.09.2007 14:27
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